Das war Glück

September 07, 2017

Es war einer der raren Augenblicke in meinem Leben, da rauschte etwas in meine Eingeweiden, wühlte meine inneren Organe auf, beschleunigte den Rhythmus meines Herzens und brachte meine Haut zum Glühen. So fühlt sich Glück an - würde ich sagen.

Das war, als mich eine Indianerin Dancing Starwater genannt hat, tanzendes Sternenwasser. Dies sei mein Medizinname.

Gesehen werden ist Glück. Richtig gesehen werden natürlich, nicht diese Art des Gesehen-werdens, das man etwa erzielt durch knallrote Lippen, eine neue Frisur oder ein besonders gelungenes Auftreten. Wenn Glück auf einen einstürzt wie ein tosender Wasserfall, dann ist das nichts, was man machen oder provozieren kann.

 

Es ist der Blick eines anderen Menschen, der mit einem Augenschlag ALLES sieht. Ein Blick, der dieses  ALLES nicht interpretiert, beurteilt, nicht ins Verhältnis setzt. Dieses ALLES ist auch nicht aufgegliedert in gute und schlechte Eigenschaften, nicht in Probleme und Möglichkeiten.

Ein Blick, der einen in die Gegenwart schmettert, der einem für eine Lebenssekunde den Charakterpanzer zerschlägt und die Kleider der Verstellung vom Leib reißt. Dieser Blick hinterlässt einen nackt – und doch geliebt.

 

Gesehen worden zu sein in meinem tiefsten Potenzial, das drückt der Name Tanzendes Sternenwasser für mich aus. Dieser Moment hat mein Leben verändert und der Name, den ich als Geschenk erhielt, ist Garant für eine fortwährende Veränderung hin zu mir selbst, hin dazu, immer tiefer mein eigenes Leben zu leben, mehr und mehr zum Tanzenden Sternenwasser zu werden.

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Ria

nomen est omen - ich weiß, was es heißt, einen Namen geschenkt zu bekommen, der ein Kraftname wird und auch was es heißt, das eigene Leben zu leben und immer tiefer zu durchschauen, wie man eigentlich vom Leben gemeint ist. Ich bin wirklich begeistert von dir

wittmann

Bravo pour les girafes .Attention qu'elles ne
te cassent pas les fenêtres Bernard

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