Stefan Zweigs Abschied

November 15, 2020

Der Dichter, der mir so viel gegeben hat, ist 1942 in den Freitod gegangen.

Viele Wochen lang habe ich seinen Abschiedsbrief kommentarlos hier stehen lassen.
Die richtigen Worte wollten nicht kommen.

Niemals würde ich mir einen Vergleich mit Stefan Zweig anmaßen, das hatte mich stumm gemacht.


Und doch weht eine Ahnung zu mir herein seit ich im Paradies des Lago Maggiore lebe.
Wie mag es ihm ergangen sein, der sich ins Paradies retten konnte, als die Welt unterging?
Er hat es nicht ertragen.


1942 hatte das Grauen des Holocaust erst begonnen. Immer tiefer verstehe ich seinen Freitod.
Auch hier: niemals würde ich mir einen Vergleich anmaßen.


Am Ostersonntag des Jahres 2020 wurde in der ARD-Tagesschau in einem Interview
mit dem berühmtesten Protagonisten des Impf-Dogmas bekannt gegeben, man werde
sieben Milliarden Menschen impfen.
"People think they have a choice, but they have no choice".


Prof. Dr. Stefan Hockertz, Toxikologe und Immunologe, rechnet bei
diesem unausgegorenen Impfstoff mit 10% Toten und unheilbar Geschädigten.


Wie viele Millionen wären das dann bei den zur Impfung Vorgesehenen sieben Milliarden?  Kalt eingeplant.

 

Hier der Abschiesbrief von Stefan Zweig:

 

Ehe ich aus freiem Willen und mit klaren Sinnen aus dem Leben scheide, drängt es mich eine letzte Pflicht zu erfüllen:diesem wundervollen Lande Brasilien innig zu danken, das mir und meiner Arbeit so gute und gastliche Rast gegeben.

 

Mit jedem Tage habe ich dies Land mehr lieben gelernt und nirgends hätte ich mir mein Leben lieber vom Grunde aus neu aufgebaut, nachdem die Welt meiner eigenen Sprache für mich untergegangen ist und [Streichung] meine geistige Heimat Europa sich selber vernichtet.

 

Aber nach dem sechzigsten Jahre bedürfte es besonderer Kräfte um noch einmal völlig neu zu beginnen. Und die meinen sind durch die [Streichung] langen Jahre heimatlosen Wanderns erschöpft.

 

So halte ich es für besser, rechtzeitig und in aufrechter Haltung ein Leben abzuschliessen, dem geistige Arbeit immer die lauterste Freude und persönliche Freiheit das höchste Gut dieser Erde gewesen.

 

Ich grüsse alle meine Freunde! Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.

Stefan Zweig
Petropolis 22. II 1942

 

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