Ein neues Zuhause und Dr. Quaksalbers Griff nach der Macht

December 23, 2020

Das war Liebe auf den ersten Blick.

Um die Weihnachtszeit des Jahres 2019 hielt ich es für eine gute Idee, Silvester
und die ersten Januartage am Lago Maggiore zu verbringen.


Silberkaltes Sonnenwetter, glitzerndes Wasser, schneebedeckte Berggipfel –
das Jahr 2020 konnte nur gut werden.


Drei Monate später bezog ich mein eigenes kleines Häusle am Lago Maggiore
mit einer so traumhaften Aussicht, dass es mir jedes Mal fast den Atem
verschlägt, wenn ich die letzten Stufen zu meiner Terrasse hochsteige
und mein Holztürchen hinter mir schließe.


Ein Lebenstraum hat sich erfüllt. Das ist das größte Glück meines Jahres 2020.


Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint in diesem Jahr des Wahnsinns.


Weit weg von mir und doch ganz nah fällt die Welt ins Mittelalter.

Und wieder ist es das große Geld, das mithilfe der Heiligen Inquisition,
einer religionsgleichen Pseudowissenschaft, die Menschen unter ihre Knute zwingt.


Die Dogmen der Lehrstuhlmedizin sind längst widerlegt und schaffen es doch,
Angst und Schrecken zu verbreiten.

Und wie laben sich die Machthaber aller Länder daran -
sie, die subalternen Speichellecker.


Wir sollen gezwungen werden, an eine Frankensteinmedizin zu glauben,
die den Menschen als Maschine sieht – oder allenfalls als Tier höherer Ordnung.


Bücherverbrennungen sind immer die erste Stufe, diesmal digital in Form
von Löschung aller Ketzer-Videos im Internet.

Dann werden auf dem Scheiterhaufen der Qualitätsmedien die Existenzen
derjenigen verbrannt, die sich kritisch und seriös zu Wort melden.

Und wie immer greift der Faschismus nach dem ganzen Menschen:
nach seinem Geist, seiner Seele und nach seinem Körper.

Die Heilige Impfung soll der neue Ablass sein. Impfen ist Nächstenliebe, so titelt
eine große Zeitschrift zu Weihnachten. Wieviel Verhöhnung müssen wir noch ertragen?


Nein, all das habe ich mir im letzten Jahresübergang nicht träumen lassen.


Weder das Glück meines neuen Zuhauses noch den Schock über die Ereignisse.
Am wenigsten habe ich mir träumen lassen, dass so viele Menschen mitmachen.

Und es sind Menschen, die ich liebe. Das ist der größte Schmerz meines Jahres 2020.

Die Liebe bleibt, sie wird immer bleiben. Das Licht ist ja schon da in dieser Zeit
des großen Wandels. Richten wir unseren Blick auf das Zarte, das Lebendige,
auf das, was über dies alles hinaus weist.

 

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