Reichen wir uns doch wieder die Hände

January 10, 2022

Welch eine Symbolik! Nie haben wir darüber nachgedacht.

So lange wir uns erinnern können, ist der Handschlag eine Geste des Begrüßens, des Verabschiedens und des Friedensschlusses gewesen.


Eine Handreichung kann lebensverändernd sein.

Die Innenflächen der Hand werden ineinandergelegt und man umgreift
mit den Fingern die Hand des Gegenübers.


Der Händedruck ist eine intime Geste der Begegnung auf Augenhöhe.
Man schaut sich beim Handschlag in die Augen.

Ein Händedruck sagt mehr über einen Menschen aus als seine Kleidung.

Über die Jahrhunderte hat sich diese Bewegung aufeinander zu herausgebildet
als Gruß und Zeichen der Verbindlichkeit.
Ein Vertrag gilt als geschlossen, wenn ein Handschlag erfolgt ist.

Sicher - es ist keine weltweit tradierte Gebärde, aber es ist eine
aus unserem Kulturkreis.

 

Neuerdings wird - von oben - eine neue Normalität verordnet.

Die Regierung mischt sich ein in unsere Begegnungen!

Man darf sich nicht mehr die Hand reichen.

Dagegen muss man die Fäuste aneinanderschlagen,

oder die Ellbogen gegeneinander knallen.

Obwohl bereits zu Beginn der so genannten Pandemie klar war,

dass die Infektion nicht auf diesem Weg übertragen werden kann.

 

Man braucht nicht viel Ahnung von Symbolik haben, um zu sehen,

welche Art von "neuer Normalität" man uns da aufzwingt:

jeder ist sich selbst der Nächste

jeder gegen jeden

Fäuste krachen aufeinander in einer Ellenbogengesellschaft.

Das ganze wird dann als "Solidarität" verkauft.

 

«There is no such thing as a society», sagte seinerzeit Madame Thatcher,

eine der Vorkämpferinnen für den knallharten Neoliberalismus.

Bis hierher hat uns ihre Ideologie geführt.

Und die Netzwerke, denen Thatcher entsprungen ist, sind die gleichen,

denen auch die heutigen Marionetten in Politik und Medien entsprungen sind.

 

Halten wir dagegen: reichen wir uns doch wieder die Hände.

 

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